Ratgeber & Wissen12. Januar 20264 Min. Lesezeit

Profiltiefe richtig messen: Methoden, Grenzwerte und Empfehlungen

Wie misst man die Profiltiefe eines Reifens richtig? Erfahren Sie alles über die 1-Euro-Münze, TWI-Indikatoren und die empfohlene Mindestprofiltiefe.

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Profiltiefe richtig messen: Methoden, Grenzwerte und Empfehlungen

Die Profiltiefe Ihrer Autoreifen entscheidet bei Regen, Schneematsch und glatter Fahrbahn unmittelbar über den Bremsweg und die Spurtreue Ihres Fahrzeugs. Ist das Profil zu stark abgefahren, kann das Wasser unter dem Reifen nicht mehr schnell genug abgeleitet werden – es droht gefährliches Aquaplaning. Doch wie misst man die Profiltiefe korrekt und wann steht ein Wechsel an?

Warum eine regelmäßige Profiltiefen-Kontrolle so wichtig ist

Ein fabrikneuer Pkw-Reifen verfügt im Auslieferungszustand über eine Profiltiefe von rund 8 bis 9 Millimetern. Mit jedem gefahrenen Kilometer nutzt sich das Gummi langsam ab. Schon ab einer Restprofiltiefe von unter 4 Millimetern nimmt das Vermögen der Profilrillen, bei Starkregen große Wassermengen aufzunehmen, spürbar ab.

Drei einfache Methoden, um die Profiltiefe zu prüfen

Sie können Ihre Reifen jederzeit mit wenigen Handgriffen selbst kontrollieren. Messen Sie dabei immer in den breiten Hauptrillen in der Mitte der Lauffläche und an mehreren Stellen rund um den Reifen:

  1. Mit einem Profiltiefenmesser: Digitale oder mechanische Profiltiefenmesser kosten im Fachhandel nur wenige Euro und liefern auf den Zehntelmillimeter genaue Messwerte.
  2. Der Schnelltest mit der 1-Euro-Münze: Stecken Sie eine 1-Euro-Münze senkrecht in die Hauptprofilrille. Da der goldene Außenrand der Münze exakt 3 Millimeter breit ist, erkennen Sie sofort: Verschwindet der Goldrand noch komplett im Profil, sind über 3 mm vorhanden. Ist er sichtbar, sollten Sommerreifen zeitnah ersetzt werden.
  3. Verschleißindikatoren (TWI = Tread Wear Indicator): In den Längsrillen jedes zugelassenen Reifens befinden sich kleine Querstege am Rillengrund (auf der Seitenwand oft mit TWI markiert). Sie sind genau 1,6 mm hoch. Liegt das Profil auf einer Ebene mit diesen Stegen, ist das gesetzliche Minimum erreicht.

Gesetzliche Mindestprofiltiefe vs. Experten-Empfehlung

Zwischen dem gesetzlichen Grenzwert nach § 36 StVZO und der Empfehlung von Sicherheitsexperten besteht ein wichtiger Unterschied:

  • Gesetzliche Mindestprofiltiefe in Deutschland: 1,6 Millimeter für Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen (Achtung: In Österreich gelten für Winterreifen mindestens 4,0 mm!).
  • Empfehlung für Sommerreifen: Wechsel spätestens ab 3,0 Millimetern Restprofil.
  • Empfehlung für Winter- und Ganzjahresreifen: Wechsel spätestens ab 4,0 Millimetern Restprofil, da die feinen Schneelamellen darunter ihre Verzahnungswirkung verlieren.

Gleichmäßiges Verschleißbild und 100 % Profil bei Re-Tire

Achten Sie beim Messen auch darauf, ob der Reifen innen und außen gleichmäßig abgefahren ist – ein einseitiger Abrieb deutet auf einen falschen Luftdruck oder eine verstellte Achsspur hin (siehe auch unsere Tipps zur Reifenwartung).

Wenn ein Wechsel ansteht, gehen Sie im Re-Tire Reifen-Shop auf Nummer sicher: Sowohl unsere fabrikneuen Neureifen als auch unsere DEMO-Reifen (max. 50 km Laufleistung) und unbenutzten DOT-Reifen (unmontierte Lagerware) verfügen über 100 % neuwertige Profiltiefe. Mehr zu den Unterschieden lesen Sie im Ratgeber Die wichtigsten Reifenkategorien im Vergleich.

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