Autoreifen stellen die einzige Verbindung zwischen Ihrem Fahrzeug und der Straße dar. Eine regelmäßige Überprüfung und Wartung sorgt nicht nur für kürzere Bremswege und sicheres Handling, sondern verlängert auch die Lebensdauer Ihrer Reifen erheblich und senkt den Kraftstoffverbrauch. Mit diesen fünf Praxis-Tipps halten Sie Ihre Reifen in Bestform.
1. Reifendruck regelmäßig am kalten Reifen kontrollieren
Der richtige Reifenluftdruck ist der wichtigste Faktor für Verschleiß und Sicherheit. Prüfen Sie den Druck idealerweise alle zwei bis vier Wochen sowie vor jeder längeren Urlaubsfahrt am kalten Reifen:
- Zu niedriger Luftdruck: Erhöht die Walkarbeit, lässt die Reifenschultern übermäßig schnell abfahren, steigert den Kraftstoffverbrauch und birgt bei Autobahntempo das Risiko von Reifenschäden.
- Zu hoher Luftdruck: Verkleinert die Aufstandsfläche in der Reifenmitte, verschlechtert den Abrollkomfort und führt zu verstärktem Verschleiß in der Laufflächenmitte.
- Wo stehen die Sollwerte? Die vom Hersteller empfohlenen Werte für normale Beladung und Volllast finden Sie im Tankdeckel, am Türholm der Fahrerseite oder im Handbuch.
2. Profiltiefe in den Hauptrillen messen
Kontrollieren Sie regelmäßig mit einem Profiltiefenmesser oder einer 1-Euro-Münze die verbleibende Profiltiefe – eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber Profiltiefe richtig überprüfen. Während das Gesetz mindestens 1,6 mm vorschreibt, empfehlen Sicherheitsexperten den Austausch von Sommerreifen bei 3 mm und von Winterreifen bei 4 mm Restprofil.
3. Sichtprüfung auf Schäden und Fremdkörper
Nehmen Sie sich beim Waschen oder Tanken kurz Zeit für einen Blick auf die Reifenflanken und Laufflächen:
- Eingefahrene Steine, Splitter oder Schrauben frühzeitig erkennen
- Risse, Schnitte oder Beulen an der Seitenwand (z. B. nach einem harten Bordsteinkontakt) umgehend in einer Fachwerkstatt prüfen lassen
4. Räder beim saisonalen Wechsel achsweise rotieren
Da die angetriebene Achse (insbesondere bei Fronttrieblern und drehmomentstarken Elektroautos) schneller verschleißt, lohnt es sich, die Räder beim saisonalen Wechsel von vorn nach hinten zu tauschen (Rotation). So nutzen sich alle vier Reifen gleichmäßig ab.
5. Auf ein symmetrisches Verschleißbild und korrekte Achsgeometrie achten
Zieht das Fahrzeug auf gerader Strecke leicht zu einer Seite, steht das Lenkrad schief oder nutzen sich die Reifen an der Innen- oder Außenkante einseitig ab, sollte in der Werkstatt eine Achsvermessung (Spureinstellung) durchgeführt werden. Wann eine Instandsetzung bei einem Stichschaden möglich ist, erklärt unser Artikel Reifenreparatur: Wann ist das Flicken erlaubt?. Und wenn ein Austausch ansteht, finden Sie im Re-Tire Reifen-Shop geprüfte Markenqualität mit 100 % Profil – als fabrikneue Neureifen, neuwertige DEMO-Reifen (max. 50 km) oder unbenutzte DOT-Reifen.



