Auf den ersten Blick sind beide schwarz und rund – doch technisch liegen zwischen einem Sommerreifen und einem Winterreifen im Shop Welten. Gummimischung, Profilaufbau und Lamellentechnik sind exakt auf gegensätzliche Temperatur- und Straßenbedingungen zugeschnitten. Wir erklären die fünf wichtigsten Unterschiede im Detail.
Die 5 wichtigsten Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen
- Die Gummimischung:
- Winterreifen bestehen aus einer kälteflexiblen Gummimischung mit hohem Naturkautschuk- und Silica-Anteil. Dadurch bleibt das Gummi auch bei Minusgraden weich und griffig.
- Sommerreifen nutzen eine härtere, hitzebeständige Mischung, die auch bei 35 Grad im Schatten und heißem Autobahnasphalt formstabil bleibt und wenig verschleißt.
- Das Laufflächenprofil:
- Winterreifen verfügen über tiefe Profilrillen und breite Querkanäle, die Schnee und Schneematsch aufnehmen und durch die Rotation wieder auswerfen.
- Sommerreifen setzen auf breite, geschlossene Profilrippen und Längsrillen, die bei Sommerregen großen Wassermengen entgegenwirken und auf trockener Straße maximale Auflagefläche bieten.
- Die Lamellentechnik:
- Auf den Profilblöcken eines Winterreifens sitzen bis zu 2.000 feine Zickzack-Einschnitte (Lamellen). Beim Bremsen und Beschleunigen öffnen sich diese Lamellen wie kleine Greifkanten und verzahnen sich mit Schnee und Eis.
- Sommerreifen haben kaum Lamellen, damit die Profilblöcke bei hohen Geschwindigkeiten nicht nachgeben.
- Geschwindigkeitsindex:
- Während Sommerreifen oft für sehr hohe Geschwindigkeiten (Index V, W oder Y) ausgelegt sind, haben Winterreifen häufig einen Index von T (bis 190 km/h) oder H (bis 210 km/h).
- Rollwiderstand und Abrollgeräusch:
- Durch die zahllosen Lamellen und das tiefere Profil erzeugen Winterreifen ein etwas höheres Abrollgeräusch als Sommerreifen.
Ganzjahresreifen als Kompromiss zwischen Sommer und Winter
Allwetterreifen (Ganzjahresreifen) kombinieren Elemente beider Welten: In der Laufflächenmitte finden sich oft wintertaugliche Lamellen, während stabile Schulterblöcke für sicheres Bremsen im Sommer sorgen. Wichtig für den Wintereinsatz: Seit dem 1. Oktober 2024 müssen sowohl Winter- als auch Ganzjahresreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen in Deutschland das Alpine-Symbol (3PMSF) tragen, da reine M+S-Reifen nicht mehr zulässig sind. Für Regionen mit milden Wintern und moderater Jahresfahrleistung sind sie eine praktische Alternative.
Fazit: Zur richtigen Zeit den passenden Reifen fahren
Wer im Winter mit Sommerreifen fährt, riskiert extrem lange Bremswege und hohe Bußgelder; wer im Hochsommer mit Winterreifen unterwegs ist, verschenkt Bremsweg und erhöht den Verschleiß (siehe auch Wann sollte man Winterreifen montieren?). Bei Re-Tire finden Sie für jede Saison die passenden Neureifen, DEMO-Reifen und DOT-Reifen!



